„Frühjahrsputz“ der Nistkästen 2022

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Bei der diesjährigen Säuberung und Inspektion der Nistkästen auf unserer Golfanlage, konnte das beste Ergebnis seit Einleitung dieser Naturschutzmaßnahme erzielt werden.

Die Belegung der Nistkästen betrug 91%!

Eine Vielzahl der Kästen war wieder von Meisen genutzt worden. In 6 Nisthilfen hatten Kleiber ihre Brut aufgezogen. Die Anzahl der Kleibernester ist im Vergleich zu den Vorjahren deutlich gestiegen. Aus diesem Grund soll dieser Vogel näher vorgestellt werden.

Der Kleiber, gehört zu den Kleinspechten und besitzt ein blaugraues Rückengefieder mit kurzem Schwanz, eine rostbraune Brust und einem etwas längeren, spitzen, spechtartigen Schnabel. Er ist ein guter Kletterer in den Bäumen und verfügt über die Besonderheit, dass er als einziger Vogel Mitteleuropas mit dem Kopf voran einen Baumstamm hinabklettern kann.

Kleiber ernähren sich von Insekten, ihren Larven und Puppen sowie von Spinnen und Sämereien.

Der lebhafte Vogel mit dem auffälligen Gesang („Tuit-tuit-tuit…“), bewohnt Laub-, Misch- und Nadelwälder mit Altholzbeständen. Er ist ein Höhlenbrüter und sein Nest besteht aus einer dicken Lage von zarten Rindenschuppen und dürren Blättern. Gegen größere Brutplatzkonkurrenten schützt sich der Kleiber dadurch, dass er den Eingang der von ihm benutzten Bruthöhle so weit verengt, dass er selbst gerade noch hineinpasst. Dazu klebt er den Eingangsbereich, aber auch sonst in der Bruthöhle vorhandene Unebenheiten und Spalten mit Lehm und feuchter Erde ab. Auf dieser Eigenart beruht auch sein Name „Kleiber“ (Klebervogel). Der Name „Kleiber“ verweist auf den „Kleber“.

Die Säuberung der Nistkästen, die vom Kleiber bewohnt wurden, erweist sich aufgrund der Verklebung als sehr schwierig. Der trockene Lehm ist so hart und so mit dem Nistkastenmaterial verklebt, dass sich der Kasten oftmals nur mit entsprechendem Werkzeug und viel Kraft öffnen lässt. Ein entfernen des Lehms im Höhleneingang, um das Einflugloch wieder in den alten Zustand zu bringen, stellt sich als Herausforderung dar und ist kaum möglich.

Hoffen wir für das Jahr 2022 auf eine erfolgreiche Brutsaison unserer gefiederten Freunde auf dem Lippischen Golfplatz!

Dr. Wilhelm Mailänder

(Naturschutzbeauftragter)

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